Der Künstler

 

bruno da Todi wurde in Todi (Umbrien, Italien) geboren und studierte an der Kunstakademie „Pietro Vannucci“ in Perugia. Nach dem Diplom ging er für zwei Jahre nach Mailand, um ins Leben der norditalienischen Metropole einzutauchen und sein an der Akademie erworbenes Wissen – nicht nur technischer und theoretischer Art – zu vertiefen. Während seiner Habilitation und Lehrtätigkeit im Fachbereich Kunstgeschichte knüpfte er enge Kontakte in der Kunstwelt. Diesen für seine persönliche Entwicklung wichtigen Begegnungen widmete er ebenso wie seiner Malerei viel Zeit.

Zu den kompetenten, ernsthaften und ehrlichen Menschen, die zu seiner künstlerischen und menschlichen Entfaltung wesentlich beigetragen haben, zählen:

– der Graveur Pietro Parigi aus Florenz, der ihm die Bedeutung der Geduld und der Mühsal der Arbeit vermittelte, die essenziell sind, um das Leben bildhaft darstellen zu können.

– der futuristische Maler Gerardo Dottori aus Perugia, durch den er lernte, was ernsthaftes Arbeiten bedeutet, und der ihn in verschiedenen Techniken meisterhaft schulte: von der Ölmalerei bis zum Mosaik, von der Tempera über das Fresko bis zur Grundierung der Leinwand – erst lernen, dann wählen, akzeptieren, ändern oder ablehnen.

– der Kritiker und Professor für zeitgenössische und moderne Kunstgeschichte Nello Ponente aus Rom, durch den er viel über die Wurzeln der gegenwärtigen Kunst erfuhr, aber auch, wie wichtig es ist, das Vergangene in seinem Tun nicht zu vergessen, gerade in der heutigen Welt der Kunst, in der es keine Lehrwerkstatt mehr gibt.

– der Philosoph Francesco Francescaglia aus Perugia, der ihm nicht nur die Bedeutung der ästhetischen Philosophie verständlich machte, sondern der ihm auch eine große Hilfe bei dem Versuch war, den Menschen zu verstehen, sein Wesen zu erkennen und sich dadurch selbst zu erkennen.

– der Kritiker Mario de Micheli aus Mailand, mitdem er Gespräche über die Kunstsituation in Mailand, in Italien, in Europa und anderswo führte.

– der Superintendent für Kunstgüter und Altertumswesen in Rom und im Latium, Claudio Strinati, der als Erster verstanden hatte, dass die „Blumen“, die „Aufgehängte Wäsche“ und „Die Arbeiter“ keine „Blumen“, keine „Aufgehängte Wäsche“ und keine „Arbeiter“ waren, sondern Kompositionen von gemarterten Farben… erzählende Malerei.

Kurze Selbstpräsentation

Mit meinen Arbeiten erzähle ich das Leben, von göttlichen und menschlichen Dreistigkeiten in der griechischen und römischen Mythologie über Dante Alighieris Geschichten im „Inferno“ bis zum heutigen Tag. Große und kleine Ereignisse im Verlauf unserer Geschichte werden selbstkritisch und oft ironisch dargestellt. Das ganze Spektrum menschlicher Eigenschaften suggeriert mir meine abstrakt vermenschlichten Formen. In Nürnberg, der Stadt der Menschenrechte  zu leben ist für mich von besonderer Bedeutung. Denn immer geht es in meinen Bildern um den Menschen und die Nichtachtung der Menschenrechte, die Nichterfüllung der Menschenpflichten, um das Leiden der Opfer von Krieg, Gewalt, Hass und Rassismus. Im Vordergrund stehen der Wunsch und das Bedürfnis, moralisch, aber ohne Moralismus, zu verstehen, was um uns herum, mit uns und durch uns geschieht. 

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