République du Centre

bruno da Todi: Reize und Qualen
von Robert Robinet

Besorgter Bruno…verführerischer Bruno…

Von den „Wäschestücken“ über zwei Massenmorde, einige Witwen und einer Kreuzigung bis zu den „Gehenkten von Damaskus“ führt der Weg bruno da Todis durch schmerzvolle und mystische Ängste. Doch welch ein Charme, um dies auszudrücken!

Alles ist vorhanden: die Farben, die intime Wärme, oft ein verlockendes Material wie Keramik, und dazu die Intelligenz, mit der der Maler natürliche Materialien wie Sand und Stoff verwendet, der sichere ästhetische Sinn, eine reiche Farbskala, diese Freude am Malen, die ebenfalls auf den Betrachter übertragen wird… man ist notgedrungen verzaubert.

Diese kulturell unterschiedlichen Empfindungen sind zweifellos überraschend und zeigen, wie grundverschieden die Gründe unserer Seele sein können. Ein Blutbad würde bei einem Künstler aus dem Norden Akzente eines verzweifelten Expressionismus hervorrufen. Die Figuren von bruno da Todi hingegen schwingen hin und her und sterben in Schönheit, in warmer Harmonie und fast fröhlich. Um den Schmerz auszudrücken, vergisst der Maler nicht die visuellen Qualitäten. Dieses Werk, das in seiner Art ein ganzes Erbe in sich trägt, besitzt auch zeitgenössischere Errungenschaften, und diese Synthese wird von einem ausgezeichneten, seine Technik beherrschenden Künstler geschaffen.
Das Interesse dieser Ausstellung liegt in der Gründlichkeit der Arbeiten, in der technischen Qualität, in der Einheit des Ganzen.
Die Stofflappen von bruno da Todi gehören der Symbolik des Werkes selbst an. Manchmal hat das Konzept einen rein beschreibenden Charakter, was vielleicht nicht unbedingt von allen uneingeschränkt akzeptiert wird: darüber lässt sich streiten.
Aber diese gründliche Verarbeitung auf die Leinwand heißt: Talent. bruno da Todi fehlt es nicht daran.
Die 26 Bilder, die er in Dreux ausstellt, die Arbeit von zwei Jahren, zeigen uns die Feinheiten seiner Persönlichkeit sowie die Flüssigkeit und Leichtigkeit seines Stils.
Ein Werk, das jenseits der Grenzen des Figurativen einzuordnen ist und, ohne jeden Hintergedanken, ohne Absicht, die Grundlagen der Sensibilität dieses sehr begabten Malers definiert. Wir haben ihn auf diese Art sehr gut kennen gelernt, auch wenn wir nur wenig mit ihm gesprochen haben – seine Malerei kann uns sehr viel mehr sagen!